Wolken brechen Sonnenstrahlen

KLEINEHEIMAT CD001

1. Versunken (MP3)
2. Lachende Möwen (MP3)
3. Ich will (MP3)
4. Dänischer Regen (MP3)
5. Ein Riss (MP3)
6. Der Schweiß (MP3)
7. Ich lass los (MP3)
8. Moorleiche (MP3)
9. Lass mich schweigen (MP3)
10. Eine neue Umlaufbahn (MP3)
11. Ich kann nicht träumen (MP3)
12. Anders (MP3)

 

 

 

Über „Wolken brechen Sonnenstrahlen“

Endlich ist es da! „Wolken brechen Sonnenstrahlen“ ist der Titel des Albums, auf das Kenner des Werdegangs von Tim Meyer sicherlich schon lange gewartet haben. Ein Album mit 12 Titeln in erstmals deutscher Sprache ist es geworden, wobei es Meyer bei jedem Song beängstigend spielend gelingt, subtiles deutsches Liedermachertum mit angenehm undeutscher Gänsehaut- und weltgewandter, bisweilen recht experimenteller Pop-Erfahrung zu kombinieren.

Meyers jahrelange Arbeit auf den Gebieten des perfektionistischen Gesangs und detailverliebten Multiinstrumentalismus (Gitarren, Bässe, Keyboards, Percussions, etc.) sind von steter Präsenz in seinen verträumten Pop-Perlen. Das Einreißen der vormals englischen Sprachbarriere hat dem Künstler hörbar wohlgetan. Während gutgedachte Lyrics, innerhalb früherer Produktionen in der Komplexität der Fremdsprache versandeten, profitieren die Texte von „Wolken brechen Sonnenstrahlen“ in beeindruckender Art und Weise von der Direktheit und den Identifikationsangeboten der Muttersprache.

Tim Meyers „neue“ Sprache ist angefüllt von Bildern, welche stets einnehmend und mitreißend, aber nie erdrückend wirken. Meyer sagt „Ich will“ oder „Ich lass los“, den dies ist seine „Ich-Platte“, provokant und trotzdem eingängig, sperrig und dennoch versöhnlich. Ob Meyer nun als morbide Moorleiche in sumpfigen Tiefen mit zuckersüßer Stimme über den Verfall fabuliert oder wie Treibholz am Strand liegend dem Lachen der vorrüberziehenden Möwen lauscht, seine ernsthaft-humorige Offerte an den Hörer, ihm auf eine wunderbare Pop-Reise in die intime Surrealität seiner Eigenwelt zu folgen, ist stets unwiderstehlich. „Eine Welt, die hält, was diese nicht verspricht.“

(Alexander Tsitsigias)

 

Pressestimmen

Intro Nr. 110, Oktober 2003
(… ) Ich Kann Nicht Träumen“ ist sowohl musikalisch als auch textlich absolut ergreifend. Da wird Meyer endlich mal konkret, da lässt sich seine innere Zerrissenheit richtig gut nachvollziehen und miterleben. Der Song ist der Hammer! Weniger Kopf, mehr Soul – und Meyer könnte mal ein Großer werden. (www.intro.de)

Babsies Diktatur, September 2003
(…) Ein Album, welches offensichtlich in mühsamer Kleinarbeit zuerst mal durchdacht wurde, bevor Tim Meyer sich auf die Instrumente stürzte. (…) eine schöne Sonntagsmorgensfrühstückscheibe. Das genaue Zuhören tut keineswegs weh. Größtes Gut Tim Meyers ist seine Stimme, die jedoch in ihrer Feingeistigkeit vielleicht nicht überall auf offene Ohren stossen wird. Aber so ist das halt mit Gesangsorganen, die aus der Reihe schlagen. Gut gemacht und weiter so! (www.babsies-diktatur.de)

Drachenmädchen, September 2003
(…) Der Gesang erinnert mich an neuere Blumfeld-Sachen, aber die Musik ist ganz anders. Deutschrock ohne Verzerrer und Stadion mit Calypso. (…) Die Musik? Fällt mir schwer, das verbal darzustellen. Soft. Guter Sound. Akustikgitarre und Stimme im Vordergrund. Vergleiche fallen mir keine ein, die nicht hinken. Kommt sehr Liedermacherartig daher. Der Gesang ist sehr soft. Entspannt, wie die Musik. (…) Bricht eben Hörgewohnheiten auf. (…) (www.myruin.de)

Nillson.de, September 2003
(…) Endlich mal eine fragile Stimme die nicht bricht, eine helle Stimme, die nicht zittert. Noch dazu schafft er nur mit einem Korg-Synthesizer und einer Gitarre großartige Arrangements, große Produktionen. Es gibt hier dichte Songstrukturen, Liederkosmen, kleine Orchester und in der Mitte immer nur Tim Meyer. Ein bisschen Folk, ein bisschen Liedermacher, ein bisschen Scottish Pop, ein Schuß New Acoustic Movement für den milden Geschmack.
Die deutschen Texte legen natürlich Vergleiche zu Blumfeld nah, zu Kettcar, zu Tomte. (…) Manchmal ist das Ganze dann auch ein wenig staksig, aber wunderbarerweise nie abgedroschen und nie tausendmal gehört. Stattdessen ganz natürlich, ganz direkt und wunderbar jung und neu. (…) Tim Meyer hinterlässt eine Art melancholische Leichtigkeit. Bitte weitersagen! (www.nillson.de)

Peiner Allgemeine Zeitung, 26. August 2003
(…) Unverblühmt erzählt er in 12 Songs die Geschichte seines Verlassenwordenseins, beschreibt den Schmerz und die Verzweiflung: durchaus mit Abstand und Humor, wenn er sich selbstironisch mit einer „Moorleiche” vergleicht. (…) (www.paz-online.de)